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Evaluationsergebnisse im Rahmen der Zertifizierung des Evangelischen Schulzentrums Pirna

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Es ermöglicht sowohl eine
bedarfsorientierte Erarbeitung als auch die Sicherung von Schulqualität.
Zunächst werden die tatsächlichen Bedürfnisse der Personengruppen der einzelnen
Schule (Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern) ermittelt. Dies geschieht über
die Wahrnehmung von Merkmalen einer idealen Schule sowie der Übertragung
dieser Ideale auf die Situation an der eigenen Schule. Hierbei wird ein
schulartspezifischer, empirisch abgesicherter Fragebogen, der zentrale Gütekriterien
der Schulqualitätsforschung in den Bereichen Organisations-, Personal- und
Unterrichtsentwicklung enthält, eingesetzt. Die Gütekriterien werden hierbei anhand
einer fünfpoligen Ratingskala gewichtet. Die auf diese Weise erhobenen
Wahrnehmungsergebnisse enthalten fundierte Hinweise auf die tatsächliche
Bedarfslage an der Einzelschule. Über eine moderierte interne Diskussion und
Analyse dieser Resultate können die Personengruppen passgenaue Ziele innerer
Schulentwicklung eigenständig festgelegen, in konkreten Vorhaben kooperativ
umsetzen und nach drei bis vier Jahren im Rahmen einer Wiederholungsmessung
evaluieren.
Die von Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern sowie Eltern des Evangelischen
Schulzentrums Pirna im Winter 2018 dargelegten Wahrnehmungen von Merkmalen
einer idealen Schule verdeutlichten, dass die Ideale in ihrer Bedeutung hoch
eingeschätzt wurden. Verglichen mit ihren Idealwahrnehmungen schätzten die
Personengruppen die Realität an der eigenen Schule etwas niedriger ein. Die bislang
durchgeführten Untersuchungen im Rahmen von Wahrnehmungs- und
wertorientierter Schulentwicklung (WWSE®) belegen, dass nicht mit einer
Übereinstimmung von Ideal- und der Realitätswahrnehmung zu rechnen ist.
Entscheidend für die Qualität der einzelnen Schule ist die Distanz der Wahrnehmung
der schulischen Realität zu den Idealen guter Schule. Die am Evangelischen
Schulzentrum Pirna festgestellten Distanzen zeigten, dass bereits ein hohes
Realitätsniveau erreicht worden war. Für Schulleitung und Lehrkräfte ergab sich
daraus der Auftrag, das bereits erarbeitete hohe Qualitätsniveau der Schule durch
weitere innere Schulentwicklungsmaßnahmen zu sichern.
Eine erste wichtige Maßnahme fand bereits im Januar 2019 im Rahmen einer
moderierten Rückmeldung der spezifischen Wahrnehmungen von Werten guter
Schule am Evangelischen Schulzentrum statt. Hierbei wurden in getrennt
moderierten Sitzungen individuelle Schwerpunktsetzungen durch Lehrkräfte, Eltern
sowie Schülerinnen und Schüler vorgenommen. Es zeigte sich, dass sich die
ausgewählten Themen auf alle drei Bereiche innerer Schulentwicklung, der
Organisations-, der Personal- und der Unterrichtsentwicklung, bezogen. Die Themen
werden im Verlauf der nächsten Jahre innerhalb der einzelnen Gruppen aber auch
gruppenübergreifend umgesetzt.
Durch eine Wiederholungsmessung vor Ablauf der nächsten drei bis vier Jahre
können die Auswirkungen dieser weiteren bewussten inneren Entwicklungsarbeit an
der Evangelischen Schule Pirna evaluiert werden. Im Anschluss an diese
Zweitmessung wird die Schule das Zertifikat der Kompetenzstelle für
Schulentwicklung und Evaluation (KSE) der Lehrstühle für Schulpädagogik und
Religionspädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg erhalten.

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